Was ist Blockchain? Grundlagen für Führungskräfte

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Blockchain ist der Name einer neuen Technologie, die seit 2015 die Finanzbranche in Atem hält. Blockchain ist das Protokoll hinter der Kryptowährung Bitcoin. Blockchain entpuppt sich als neues Paradigma, das sich auf alle Branchen ausweitet.

Via Blockchain lassen sich digitale Werte übertragen, bspw. Geld, Wertpapiere oder Eigentumsrechte. Der Clou der Technologie: Sie benötigt keine zentrale Instanz, die darüber wacht, dass alles seine Richtigkeit hat. Stattdessen wird ein dezentrales Peer-to-peer-Netzwerk gebildet, in dem alle Datenknoten miteinander kommunizieren. Bei jeder Transaktion einigen sich alle Datenknoten auf den neuen Status-quo der Blockchain und aktualisieren sich – irreversibel.

Viele Vorteile, viele Befürchtungen

Viele Tech-Experten sind davon überzeugt, dass die Blockchain-Technologie das Zeug hat, Wirtschaft und Gesellschaft in ähnlicher Weise zu revolutionieren wie das Internet. Andere stehen ihr skeptisch gegenüber und werden nicht müde, von den technischen Hürden zu sprechen, die sie überwinden müsste, um als Standard akzeptiert zu werden.

Blockchain sei so revolutionär wie das Internet, sagen Experten.

Aber beide Lager haben eines gemeinsam: Sie behalten die Entwicklung der Blockchain genau im Blick. Wir auch. Mit Blockchain ist es wie mit einem extrem talentierten Kind: Man staunt, was es alles kann und überlegt mit Begeisterung, was daraus alles werden könnte.

Mit Bitcoin fing alles an …

Der Erfinder der Blockchain ist unter dem Pseudonym Satoshi Nakamoto bekannt. Mitte 2016 behauptete der Australier Craig Steven Wright, er habe die Cryptowährung Bitcoin erfunden. Fest steht, dass jemand Ende 2008 unter besagtem Pseudonym  ein Dokument veröffentlichte, das die technische Basis für digitalen Geldverkehr erläutert: „Bitcoin: A Peer-to-Peer Electronic Cash System“. Heute werden Bitcoins als Zahlungsmittel beispielsweise von Microsoft akzeptiert.

Blockchain – verteilt, transparent, nicht manipulierbar

Streng genommen ist die Blockchain eine verteilte Datenbank. Sie dokumentiert den Transfer von Werten, beispielsweise Käufe und Verkäufe von Diamanten. Das Besondere an dieser Dokumentation besteht darin, dass sie nicht auf einem einzigen Server gespeichert ist, sondern dass sie auf unzählige Netzwerkknoten verteilt ist. Jede Transaktion wird bei allen Netzwerkteilnehmern exakt gespeichert und ist für alle jederzeit einsehbar.

Folglich ist die Blockchain transparent. Da sie alle Transaktionen mit Zeitstempeln versieht, können alle Teilnehmer die Historie aller Transaktionen präzise nachvollziehen. Datenschützer können aufatmen, weil die Klarnamen aller Käufer und Verkäufer verschlüsselt sind. Man weiß also nicht, zu welchen Personen eine Transaktion gehört – es sei denn, man kennt die Verschlüsselung ihrer Klarnamen.

Während man herkömmliche Datenbanken, also die Server, auf denen sie gespeichert sind, angreifen kann, ist das bei einer Blockchain nur schwerlich möglich, weil ihre Daten verteilt sind. Selbst wenn alle Knoten in Deutschland ausfallen sollten, finden sich immer noch zahlreiche Kopien auf den restlichen Knoten in aller Welt. Demnach kann man eine Blockchain nicht löschen.

Die Blockchain gehört niemandem. Man kann sie auch nicht abschalten.

Weiterhin gilt Blockchain als nicht manipulierbar, weil die Mehrheit der Blockchain-Teilnehmer jede noch so kleine Änderung bestätigen muss. Jeder Block einer Blockchain ist fest mit seinen Vorgängern verbunden, und die Verknüpfung ist kryptografisch gesichert. Jeder neue Block wird von Netzwerkknoten, den sogenannten Miners, akribisch berechnet. Sie prüfen mit dem Proof-of-work, ob der neue Block richtig und gültig ist und sichern bei jeder Berechnung eines neuen Blocks zugleich die gesamte Blockchain. Dabei können alle transferierten Werte und alle Beteiligten des Netzwerks jederzeit eindeutig zugeordnet werden.

Prozesse werden effizienter

Da Blockchains sicher und transparent sind, bieten sie eine erstklassige Grundlage für die Dokumentation, Standardisierung und Automatisierung von Prozessen. Die innovative Technologie verspricht Effizienzgewinne, weil sie die sichere Übertragung von Werten aller Art vereinfacht und beschleunigt.

Die Blockchain schafft Vertrauen auf Basis eines Algorithmus.

Die Blockchain erzeugt Vertrauen durch ihr technologisches Prinzip. So werden Intermediäre, die bei Transaktionsgeschäften durch ihre Autorität für Vertrauen sorgen – beispielsweise Broker oder Banken – überflüssig. Nicht umsonst wird Blockchain als ernsthafte Bedrohung für Finanzdienstleister aller Art gehandelt. Und das ist nur der Anfang, denn via Blockchain lässt sich nicht nur Geld übertragen, sondern digitale Werte aller Art.

Mit Blockchain-Technologie können Prozesse effizienter gestaltet werden und klassische Intermediäre werden überflüssig. Darin besteht ihr disruptives Potenzial.

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(Beitragsbild: Schatzie/Shutterstock)

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